Twenty Four Hours Das Schwarze Buch empfehlen:


Mrz
21
Do
2019
Von Monet bis Kandinsky @ Alte Münze
Mrz 21 um 10:00 – Sep 5 um 20:00
Von Monet bis Kandinsky @ Alte Münze | Berlin | Berlin | Deutschland

Von Monet bis Kandinsky – VISIONS ALIVE

Die neue Multimedia-Ausstellung vom 21. Juli 2017 – 28. Januar 2018 – täglich von 10 – 20 Uhr

Nach den erfolgreichen Ausstellungen «Van Gogh Alive» 2015 und «Hieronymus Bosch.Visions Alive» 2016/2017 ist jetzt eine weitere multimediale Bilderschau in der Alten Münze Berlin zu bestaunen.

«Von Monet bis Kandinsky.Visions Alive» präsentiert in der Alten Münze Berlin ab 21. Juli 2017 auf ca. 1000 qm die Werke der sechzehn bedeutendsten Künstler aus der Epoche der «Klassischen Moderne» in einer einzigartigen Kombination aus animierter Video-Projektion zu ausgewählter Musik: Claude Monet, Edgar Degas, Paul Gauguin, Henri Rousseau, Henri de Toulouse-Lautrec, Gustav Klimt, Paul Signac, Piet Mondrian, Amedeo Modigliani, Vincent van Gogh, Pierre-Auguste Renoir, Juan Gris, Paul Klee, Edvard Munch, Wassily Kandinsky und Kasimir Malewitsch. Ihnen allen gemeinsam ist die Suche nach neuen visuellen Formen, um die gewaltigen Metamorphosen ihrer Zeit zu erfassen, die geprägt war von der industriellen Revolution, politischen Umbrüchen und Kriegen. Ihre Abkehr von der Abbildung der Realität entfaltete sich u.a. im Expressionismus, in der abstrakten Malerei, im Surrealismus und Suprematismus.

Eine spektakuläre Reise zur revolutionären Kunst des 19./20. Jahrhunderts mit gestochen scharfen HD-Projektionen auf riesigen Leinwänden und Musik in Dolby Surround, die Ihnen eine ganz neue Perspektive auf die Kunst eröffnet.

Wegen Gast-Events geschlossen vom 01.-04.09.2017, vom 08.-10.09.2017 und vom 29.12.2017-02.01.2018.
Eintritt: 12,50 Euro / Eintritt ermäßigt 9,50 Euro

(für Schüler, Studenten, Auszubildende, Rentner und Erwerbslose)
Kleingruppen ab 4 Personen: 8,50 Euro p.P.
Gruppen ab 10 Personen: 7 Euro p.P.
Tickets in den bekannten Vorverkaufsstellen sowie bei www.eventbrite.de und an der Tageskasse.
Die Ausstellung ist barrierefrei.
Ausstellungssprachen: Deutsch/Englisch.

Mrz
25
Mo
2019
Der Møntagsduncker @ Duncker Club
Mrz 25 um 22:00 – Mrz 26 um 5:00
Der Møntagsduncker @ Duncker Club
★ DER MØNTAGSDUNCKER ★

by DJ Ørlög & friends
dark club culture since 1993

Changing DJs but always dark sounds from the roots to the post goth era: Goth, PostPunk, DeathRock, ColdNewDarkSynthWave, Minimal, EBM, Industrial, NeoFolk…

Mønday night from 10 p.m. to 5 a.m. at Duncker Club/Berlin,
Dunckerstr. 64, 10439 Berlin-Prenzlauer Berg

free admission till 11 p.m.; afterwards 5 €
get more information: www.facebook.com/Montagsduncker/
become a friend: www.facebook.com/orloeg

Mrz
27
Mi
2019
Dead Chickens
Mrz 27 um 18:30 – Mrz 30 um 21:30
Dead Chickens

Taucht mit uns ab in den Berliner Untergrund! Dort wartet in einer faszinierenden, ganz eigenen Welt das passende Ambiente, um dem Alltag zu entkommen und ihm mit einem befreienden Lachen zu begegnen: Im Monsterkabinett geht es auf eine Kunstreise durch die unterirdische Berliner Parallelwelt! In einem begehbaren und sinnlich erfahrbaren Kunstraum, bevölkert von Automatenmonstern, erwartet euch ein Vergnügungspark der besonderen Art: Performancekünstler/-innen leiten euch durch eine Monstershow – fern ab von den üblichen Touristenpfaden und doch zentral im Haus Schwarzenberg am Hackeschen Markt gelegen. Ab 6 Jahren sind alle eingeladen, sich auf ein einzigartiges Kunsterlebnis einzulassen, das der Technik Leben einhaucht!
Kunstbegeisterte, Freunde der Erfinderkunst, Berlin-Interessierte wie auch Manga- und Anime-Fans kommen hier voll auf ihre Kosten: Sie tauchen ein in ein absurdes Gesamtkunstwerk und das kulturelle „Feeling“ von Berlin-Mitte – zur total verrückt bewegten Nachwendezeit. Im Monsterkabinett, dem kleinen privaten Kunstmuseum der Berliner Künstlergruppe Dead Chickens, werden kinetische, pneumatische und digital gesteuerte Monsterautomaten mit theatralen Mitteln und Musikkompositionen in Szene gesetzt. Sie singen, tanzen, dichten und erzählen von der geheimnisvollen Reise in das „Innere“.
Wer möchte, kann im Anschluss wunderbare Monsterunikate und Kleinstauflagen erwerben und die freie Szene unterstützen. Für den entspannten Ausklang gibt es in der Monsterkünstlerbar Eschschloraque Rümschrümp Getränke und Erfrischung sowie weiteres Programm am Abend.

Öffnungszeiten: Mi & Do Shows stündlich ab 18.30h (erste Show) – 21.30h (letzte Show)
Fr & Sa, Shows stündlich ab 16.30h (erste Show) – 21.30h (letzte Show)
Preise: 8€ normal / 6€ ermäßigt
Sonderführung außerhalb der Öffnungszeiten auf Anfrage
(an: tour@monsterkabinett.de)
Bitte Sonderveranstaltungshinweise beachten

www.monsterkabinett.de
Kontakt:
Monsterkabinett
Rosenthaler Str. 39, 2. Hinterhof, Keller
10178 Berlin Mitte

Foto: Henryk Weiffenbach

THE DEATH TO FALSE METAL CORE TOUR @ SO 36
Mrz 27 um 18:30

DARKEST HOUR (rotating Co-Headliner) UNEARTH (rotating Co-Headliner) MISERY SIGNALS – MALEVOLENCE – LEFT BEHIND

Apoca Lipstick Disco presents: ALPHA STRATEGY (Post Hardcore) + APOSTROPHE (High Energy Postpunk) @ Schokoladen
Mrz 27 um 19:00 – Mrz 28 um 6:00
Apoca Lipstick Disco presents: ALPHA STRATEGY (Post Hardcore) + APOSTROPHE (High Energy Postpunk) @ Schokoladen | Berlin | Berlin | Deutschland

// ALPHA STRATEGY //

Bei “The Gurgler”, dem dritten Album von Alpha Strategy, knarzt, quietscht und heult es an allen Ecken und Enden. Allerdings wirkt alles recht aufgeräumt und – bei aller Experimentierfreude – auch gut nachvollziehbar. Das liegt nicht zuletzt am Mitwirken von Steve Albini und Bob Weston, die das Album aufgenommen und final abgemischt haben. Ihre Expertise in Sachen anspruchsvoller Alternativ-Rock unterstützen das Projekt von Frontmann Rory Hinchey, den man stimmlich am ehesten noch mit dem jungen Nick Cave während seiner expressiven, drogenschwangeren Zeit bei The Birthday Party vergleichen kann, kongenial. Hinchey verzichtet bei seinen Songs auf Refrain oder sonstige gängige Songgerüste. Unter schleppenden Rhythmen (die bei “To The Woods That I Know” fast so klingen, als würde der Drummer mit letzter Kraft seine Stöcke heben) offenbart er seine surrealen Erzählungen, die sich bereits in den Titeln manifestieren: “I Smell Like A Wet Tent”, “Pissed Out The Fire” oder “Give Me The Mouth” lassen in Darbietung und Inhalt ein wenig am Geisteszustand des Sängers zweifeln. Andererseits ist man auch wie gefesselt von seiner Intonation, der sich immer wieder vom Spiel seiner Mitstreiter abkoppelt und zu Höhenflügen ansetzt, während der Rest der Band sich ordentlich präsentiert und den Noise-Rock mit Post-Punk-Einflüssen nicht zu überprononciert spielen, damit das narrative Moment von “The Gurgler” immer zur Geltung kommt. Dieses Album ist bemerkenswert in seiner künstlerischen Radikalität. (unter-ton.de)

https://alphastrategy.bandcamp.com/

// APOSTROPHE //

children of the 1990s throwing a fit: textural shoegaze, noise, lo-fi, storytelling, dark & thrilled, just how you like it.

https://apostropheberlin.bandcamp.com
https://www.facebook.com/listentoapostrophe/

Le Butcherettes (live) @ Frannz
Mrz 27 um 20:00
Mrz
28
Do
2019
Crystal Fighters (live) @ Astra Kulturhaus
Mrz 28 um 20:00
Crystal Fighters (live) @ Astra Kulturhaus

Seit gut einem Jahrzehnt erobert das in London ansässige Trio Crystal Fighters mit einem einzigartig abwechslungsreichen Sound zwischen baskischer Folklore und modernster elektronischer Musik die Herzen und Beine ihrer internationalen Fans. Ihre Mixtur aus traditionellen spanischen Instrumenten, treibenden Bässen und mitreißenden Beats hat seither insbesondere die Festival-Landschaft um neuartige Klanglandschaften bereichert. Gerade in diesem Jahr spielten die Crystal Fighters auf zahlreichen internationalen Open Airs als unwiderstehlicher Headliner, denn der Band gelingt es hervorragend, ihre elektronischen Klangwelten auf der Bühne in einen Hexenkessel live dargebotener Musik zu verwandeln. Das Fachmagazin Gigwise bezeichnete die Formation daher kürzlich schlicht als „die beste Live-Band, die man gegenwärtig sehen kann“. Neben ihren Festival-Appearances arbeitet die Band konzentriert am Nachfolger zu ihrem bislang letzten, dritten Album „Everything Is My Family“, das 2016 erschien. Mit „Boomin‘ In Your Jeep“ veröffentlichten sie bereits die erste Vorab-Single, die das große Credo dieser Formation aufs Nachdrücklichste belegt: Es geht um Weiterentwicklung und die Erkundung neuer elektronischer Welten. Noch sind weder Titel oder Veröffentlichungsdatum für das kommende Album bekannt; unlängst angekündigt wurden dafür drei Deutschland-Shows zwischen dem 26. und 28. März in Köln, Hamburg und Berlin.

 

The Young Gods (live) @ Musik + Frieden
Mrz 28 um 20:00
The Young Gods (live) @ Musik + Frieden

The Young Gods have been pushing the limits of sound for more than thirty years. They began as pioneers of industrial punk who flirted with surreal cabaret, and as sonic wizards they moved on to shamanize electro/techno music, all the while forging their own unique sound. In the process they became legends of the European scene.

Rewind…
During the winter of 1984-85, Franz Treichler and Cesare Pizzi redefined the grammar of rock using rudimentary machines. They were inhabited by an uncompromising, raw and poetic vision. Joined by drummer Frank Bagnoud, they fine-tuned the formula of the Young Gods. Their first concerts were like electroshocks. They featured voice, drums and sampler… and walls of guitar sounds, but without guitars: their music was unheard of. When the first eponymous album appeared in 1987, the British press heralded the phenomenon: „The Young Gods are the New Thing, they are what happens next …“ In the early 1990s, with Al Comet replacing Cesare Pizzi on samplers, the trio surfed the wave of alternative rock. The album “T.V. Sky”, with its single „Skinflowers“ rotating on MTV, opened the doors of the United States. David Bowie, U2 and Nine Inch Nails began citing them as inspirations. Things accelerated at a frantic pace. So much so that it all became too much. In the early 2000s, the trio regrouped in Geneva, redefined its priorities, and moved closer to the effervescent electro / techno scene. Bernard Trontin replaced Üse Hiestand on drums.

… Fast forward!
The Young Gods celebrated their 20th anniversary in 2005 at the Montreux Jazz Festival, with the Sinfonietta orchestra of Lausanne and the singer Mike Patton (Faith No More, Mr Bungle, Fantômas). They also spearheaded a myriad of multidisciplinary creations, for Swiss Expo.02, for the Geneva Science Museum, with anthropologist Jeremy Narby for “Amazonia Ambient Project”, or reinterpreting the legendary Woodstock concert of 1969… They also collaborated with alternative hip-hop group Dälek, with the trio of improvisers Koch, Schütz & Studer, and with the band Nação Zumbi for a Brazilian tour and another Montreux performance.

Unplug & replug
After releasing an acoustic album (“Knock on Wood”, 2008), which they took on tour, the trio turned their machines back on and recorded the fiery “Everybody Knows” (2010), with the support of a fourth member, flesh-and-blood guitarist Vincent Hänni. Then they performed their first two albums on stage, “The Young Gods” and “L’Eau rouge”, with Cesare Pizzi returning to his original place on samplers. So what does the musical future of The Young Gods look like now? It started to take shape around Treichler, Pizzi and Trontin doing a public residence at the Cully Jazz Festival in 2015. Three years after, the 12th album of the band is ready. It was mixed in London by Alan Moulder. The release is planned for February 2019 and it will be followed by a European Tour in March and April and a subsequent World tour.

 

Rock at Sage @ Sage Club
Mrz 28 um 21:00
Rock at Sage @ Sage Club

Jeden Donnerstag und zwar immer nur donnerstags präsentieren wir euch 2 Live-Konzerte, Specials, wie Releaseparties und mehrere DJs, sowie ab und an auflegende Rockstars musikalisch von Rock, Metal, Indie, Hardcore, Pop, Alternative, Trap, HipHop, Punk und Classics auf drei Floors und im Open Air-Bereich des Gartens

 

“AHHh&hA” by sesperisi @ Eschschloraque Rümschrümp
Mrz 28 um 22:00
"AHHh&hA" by sesperisi @ Eschschloraque Rümschrümp

Solo SynthPunk Opera Sample

“sesperisi” is a concert performance persona by Özgür Erkök Moroder since 2007. Synth-Punk and french house comes together with electro clash. “sesperisi” brings music, story telling, opera, stage show, dance, extravagant self designed costumes and performance together in post apocalyptic, retro futuristic atmosphere. 
https://studiosesperisi.wordpress.com/

Özgür Erkök Moroder AKA sesperisi(TR) lives in Berlin. Multidisciplinary artist works on gender and everyday-life politics. Performer, costume & stage designer, drawer, vocal worker, music & video producer. Realized many performances, exhibitions and workshop projects. Member of art collective Ha Za Vu Zu (Istanbul) and stage collective Rampen Fau (Berlin). Comics & Manga workshop conducter at YoungArts Neukölln. 
http://ozgurerkok.blogspot.com/

“AHHh&hA” von sesperisi
Solo SynthPunk Opera Sample

“sesperisi” ist die Konzertperformance-Kunstfigur von Özgür Erkök Moroder (2007). Synth-Punk und French House mischt sich mit Electroclash. Es verbindet Musik, Storytelling, Oper, Bühnenshow, Tanz, extravagante selbst-designte Kostüme und Performance in einer post-apokalyptischen, retro-futuristischen Atmosphäre. 
https://studiosesperisi.wordpress.com/

ÖEM aka sesperisi (TR), lebt in Berlin. Der multi-disziplinär arbeitende Künstler beschäftigt sich vor allem mit Gender und Alltäglichem. Performer, Kostüm-und  Bühnenbildner, Zeichner, Stimmkünstler, Musik- und Videoproduzent. Er hat bereits viele Performances, Ausstellungen und Workshop-Projekte realisiert. ÖEM ist Mitglied des Ha Za Vu Zu Kunst-Kollektivs in Istanbul und des Bühnen-Kollektivs Rampen Fau, Berlin. Er ist Leiter des Comics & 
Manga Workshops bei YoungArts Neukölln. 

http://ozgurerkok.blogspot.com/

Foto: Patrice Hercay

Mrz
29
Fr
2019
Stahlmann (live) + Kissin‘ Black @ Musik + Frieden
Mrz 29 um 19:30

X – die große Jubiläumstour 2019

Eine Silberhochzeit der ganz besonderen Art.
STAHLMANN gießen stählernen, eingängigen, hämmernden und kommerziellen Sound in ihrem ganz persönlichen künstlerischen Hochofen zeitgemäß auf die Bühnen in ganz Europa. Neben ihren musikalischen Qualitäten stechen die Männer auch durch ihre prägnante visuelle Erscheinung aus der Masse hervor. STAHLMANN sind nicht nur aufgrund ihrer uniquen Optik längst ein Markenzeichen in der deutschen Rockszene. Sie stehen dabei für eine neue Ära der deutschsprachigen Rockmusik. Sie repräsentieren eine junge Generation harter, deutschsprachiger Musik und entwickeln jene martialisch-kraftvolle Spielart weiter, die Mitte der 90er als sogenannte „Neue Deutsche Härte“ mit Vorreitern wie DIE KRUPPS oder OOMPH! begann und etliche Jahre später von RAMMSTEIN perfektioniert wurde.

Neben der typischen, martialisch-kraftvollen Spielart, plakativen Texten und Marts tiefer, markanter Stimme, finden sich auf verschiedenen Songs auch Elektro- und Dubstep- Elemente, die das Szene-Publikum in den Clubs und auf den Konzerten zum Kochen bringen. Aus Tänzern werden Stahlkocher, garantiert! Mit dem Album „Bastard“ zeigte die Band eine ganz neue Seite und 2019 steht schon wieder der nächste Longplayer in den Startlöchern. Und das zum 10-jährigen Jubiläum und erstmalig wieder in alter Besetzung. Herzlichen Glückwunsch!!

Photocredit: Severin Schweiger

Alphaville (live) @ Huxleys
Mrz 29 um 20:00
Alphaville (live) @ Huxleys

„Forever Young“ Tour 2019

Große Pop-Musik war in ihren besten Momenten das Versprechen einer Welt, die in vier Minuten begreifbar wird, selbsterklärend, schillernd, größer als der Mensch. Angesichts der Verwerfungen der Gegenwart kommt Alphavilles neues Pop-Album „Strange Attractor“ zum perfekten Zeitpunkt.

Marian Gold, dessen unsere Seelen berührende Stimme heute, mit 62 Jahren, stärker ist denn je, kennt die Klaviatur des Pop vermutlich besser als jeder andere deutsche Pop-Musiker, von Ralf Hütter und Florian Schneider vielleicht einmal abgesehen. „Dabei“, so Gold, „dachte ich, dass ich gar nicht mehr weiß, wie das geht, einen Pop-Song zu schreiben. Ich hatte das Gefühl, dass die Entwicklung der Pop-Musik wie ein Expresszug an mir vorbeigerast ist.“ Doch Gold weiß, dass ein Aufspringen auf einen Zug keine Option ist, es vielmehr eines echten Antriebs bedarf, um wieder voll einzutauchen in große Melodien und in die Gesten des Pop.

Alphavilles siebtes Studioalbum „Strange Attractor“ ist die Kreuzung von pumpenden Funk- und Soul-Zitaten mit hymnisch-barocker Euphorie à la Frankie Goes To Hollywood, ABBA und Pink Floyd und einer Reinheit im Elektro-Pop, wie wir sie zuvor eigentlich nur zu Beginn der Achtzigerjahre gehört haben, als das Genre noch jung war. Gold musste seine nunmehr seit 35 Jahren existierende Band nach dem tragischen Tod des Keyboarders Martin Lister im Jahr 2014 neu formieren. Gold: „Ich wollte in erster Linie neues Material für eine neue Band. Der Sound von Alphaville hatte sich verändert. Und viele der neuen Stücke erfuhren dann noch zusätzlich extreme Veränderungen. Das kam durch die enorm lange Produktionszeit von 5 Jahren. Wir mussten erst in Erfahrung bringen, welches Potenzial diese Stücke in sich bergen.“

Das neue Album beginnt getragen, in Moll, mit dem Song „Giants“ und einer Aussage, die das Universum von Alphaville in einem einzigen Satz zusammenfasst: „I hate to sleep / But I love to dream.“ Alphavilles neue Songs sind in diesem Sinne songs of faith and devotion und imstande, große Gefühle und lebenserklärende Gedanken mit dem Vokabular des Pop zu vereinen. Gold: „Ich wusste zu Anfang nicht, worum es inhaltlich in den neuen Songs ging. Zunächst ließ ich meinen Gedanken und Assoziationen zu bestimmten Themen freien Lauf und reicherte sie zusätzlich mit Traumbildern aus Tagebüchern und anderen Aufzeichnungen an. Diesen Prozess könnte man entfernt mit dem Begriff des „automatischen Schreibens“ vergleichen, eine Vorgehensweise, die von den Surrealisten in den 20er Jahren erfunden wurde. In einem zweiten Durchgang begannen wir dann, das so entstandene, überbordende Material zu verdichten, zu reduzieren.“

Alphaville hatten Welthits wie „Big in Japan“, „Sounds Like A Melody“, „Jet Set“, „Dance With Me“ und natürlich „Forever Young“. Marian Gold kennt die Glanz- und Schattenseiten des Erfolgs wie kaum ein Zweiter. Einerseits erlaubte er sich in den Nullerjahren eine lange, introvertierte Aus-Phase, in der er allerdings im Monatstakt enigmatische Songsskizzen im Internet veröffentlichte. Andererseits tourt er seit 1995 ununterbrochen mit Alphaville kreuz und quer über den Globus, wobei sich intime Clubkonzerte mit Stadion- und Festivalauftritten vor Zehntausenden regelmäßig abwechseln.

Diese beiden Erfahrungen, also die Freiheit ohne Druck zu kennen, wie auch die „Bürde“ des Welterfolgs erlebt zu haben, halfen beim Schreiben und Produzieren der neuen Songs — ein Prozess, der kurz nach Veröffentlichung des letzten Albums „Catching Rays On Giant“ im Jahr 2010 begann. Und es erklärt, warum „Strange Attractor“ heute so klingt, als sei es für unsere zerrissene Welt geschrieben worden.

Besonders deutlich zeigt sich das am Beispiel des Songs „A Handful of Darkness“. Er handelt von Kriegschaos und dem Tod unschuldiger Kinder, und wie sie uns in unseren Träumen wiederbegegnen und mit der Schilderung vom Paradies zu trösten versuchen. Tatsächlich hat Gold das Stück bereits vor 14 Jahren geschrieben, als ihm nach der Geburt seines damals jüngsten Kindes bewusst wurde, wie abstrakt allgemein über Krieg, Massenmord und Flucht berichtet wird, wie wenig wir aber das Grauen und die Dimension dieser Ereignisse zu fassen imstande sind. Gold: „Unsere Erfahrungen, unsere Träume und unsere Phantasie sind alles, was wir besitzen und von nichts anderem handelt auch das Album. Es ist ein Spiegel dessen, was Alphaville bedeuten kann, welche Leute dort leben, wo es liegt und was dort passiert.“

„Strange Attractor“ ist weit mehr als nur Alphavilles siebentes Album. Es ist eine Hymne an die potenziell weltverbessernde Kraft der Musik – grandiose Pop-Songs, zauberhafte Hybride, die spielerische Leichtigkeit und profunde Erkenntnis wie selbstverständlich in sich tragen, ja, diese sich umarmen.

 

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