Twenty Four Hours ♥ Kulturkalender für Berlin empfiehlt:

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Wann:
7. April 2019 um 20:00
2019-04-07T20:00:00+02:00
2019-04-07T20:15:00+02:00

+ Banana Of Death

„The most revolutionary group in the history of rock ’n‘ roll.“  (Lester Bangs)

Letztes Jahr haben die Mekons ihr sage und schreibe 40jähriges Bandjubiläum gefeiert, und 2019 kommen sie zum ersten Mal seit 2011 wieder auf Europa-Tournee – und zwar mit einem neuen Album, Arbeitstitel „Deserted“ (auf dem großartigen Glitterbeat-Label, VÖ 29.3.2019).

Gegründet als Punk-Band aus dem Umfeld der Gang of Four in Leeds, wandten sich die Mekons in den 90er Jahren zunehmend dem US-amerikanischen Country zu – heute nennt man es: Americana. Oder nennt es einfach: Folkrock? Folk-Punk? Wie auch immer: „These twisted folk have laughed more laughs, cried more tears and writ more tunes than you can shake a stick at whilst building a reputation as one of the very best live bands on the planet.“
Die Mekons sind Sound-Abenteurer, Punkrock-Fundamentalisten (jedenfalls, was ihre Haltung angeht), ausgelassene und spielfreudige Musiker*innen und absichtsvoll Außenseiter des Musikgeschäfts.

Immer aber waren die Mekons dezidiert politisch, ohne sich, ihre Haltung oder ihre Musik jemals zu „verkaufen“: Ihre erste Single „Where Were You“ brachte ihnen einen veritablen Undergrounderfolg ein, 1984 unterstützten die Mekons auf Konzerten den Streik der britischen Bergarbeiter, das 1998 erschienene „Me“ beschäftigt sich mit dem neoliberalen Egoismus der 90er Jahre, und zuletzt kämpften und kämpfen die Mekons engagiert gegen den Brexit.

„Mekons are more than a band and more than a bunch of cracking musicians who play in various other bands. Throughout their history they have worked collaboratively and collectively with everything credited to the band, never to individuals.“ Oder, wie es Jon Langford ausdrückt: „Everytime we have tried to split up we have found ourselves in the pub the next day. You can split up from your spouse but you can’t leave the Mekons.“

Heute sind sie acht Leute in der Band, zwischen 50 und 60 Jahre alt, und „bei allen Veränderungen haben die Mekons den Ethos des Punk in die Gegenwart gerettet“ (Klaus Walter, DLF):

„Die Mekons haben immer versucht, ihre Arbeit in einen größeren Kontext zu stellen: Fragen von Klasse, Gender, Macht, Geschichte, das geht zurück bis in die Anfangstage. Vielleicht ist es weniger unser Sound als die Art, wie wir mit Informationen und Material umgehen, die interessant ist an den Mekons.“ (Jon Langford)

Inzwischen verteilen sich die Bandmitglieder rund um den Globus, von der englischen Provinz über Chicago und Kalifornien bis hin nach Sibirien.
Aber was heißt eigentlich „Punk“ im Jahr 2018? Eine mögliche Antwort geben die Mekons, die sich auch mehr als 40 Jahre nach ihrer Gründung immer noch auf die Grundwerte des Punk beziehen, auch wenn sie musikalisch ihre Antworten längst anders, nämlich gleichzeitig vielfältiger und feiner formulieren.

„They are a punk band but they don’t play punk rock, exactly. They mess around with country, reggae, cabaret, folk, Eastern music and whatever else they can shake loose in their cultural scavenger trips.”  (Greg Kot, Sound Opinions)

Und eines ist klar: Live waren die Mekons schon immer eine der tollsten Bands des Planeten!

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