Twenty Four Hours ♥ Kulturkalender für Berlin empfiehlt:

Wann:
3. Juni 2016 um 20:00
2016-06-03T20:00:00+02:00
2016-06-03T20:30:00+02:00
Preis:
ab 20,00
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Seit über einem Jahrzehnt zählen die New Yorker We Are Scientists zu den spannendsten und eigenwilligsten Formationen des US-amerikanischen Indie-Rock. Mit viel Verve und einem feinen Gespür für Melodien und ausgefallenen Arrangements hat sich das Trio eine internationale Reputation als Band erspielt, die ihren ambitionierten Postpunk-Sound mit einem humorvollen, geradezu Comedy-haften Charakter ihrer Mitglieder verbindet. Ihre Songs sind nicht nur höchst individuell und authentisch, sondern obendrein beachtlich erfolgreich. Insbesondere in England blicken We Are Scientists auf eine begeisterte Fanbasis. Bereits fünf ihrer Singles stiegen in die britischen Top 40, vier ihrer fünf bisherigen Alben kletterten ebenfalls hoch in die Charts. Nun wird am 3. Juni ihr sechstes Album „Helter Seltzer“ erscheinen, die bereits veröffentlichte Vorab-Single „Buckle“ offenbart, dass der Band aus New York wieder einmal Großes und Eigenständiges gelungen ist. Am gleichen Tag, an dem das Album in Deutschland erscheint, werden We Are Scientists ein exklusives Showcase im Berliner Privatclub spielen.
Es ist nicht überraschend, dass sich die drei Gründungsmitglieder von We Are Scientists Anfang des Jahrtausends am College kennenlernten. Denn ihre Musik ist ebenso klug durchdacht wie impulsiv, aufregend anders und doch stets breitentauglich. Von Anfang an gingen Keith Murray (Gitarre, Gesang), Chris Cain (Bass) und Michael Tapper (Schlagzeug) ihren eigenen Weg und folgten unbeirrt ihren ganz persönlichen Antrieben und Inspirationen. Jene reichen von David Bowie bis Hall & Oates, von Brian Eno bis Velvet Underground und von My Bloody Valentine bis Fleetwood Mac. In ihrem Sound verbinden sie somit den Wunsch nach kompositorischer Griffigkeit und melodiöser Eingängigkeit mit den progressiven Klangwelten des Postpunk und den schrillen Momenten individueller Popmusik.
2002 erschien ihr selbstproduziertes Debütalbum „Safety, Fun, and Learning (In That Order)“, dabei offenbarte sich eine weitere Eigenheit der Band: So ambitioniert ihre Musik ist, so unkalkulierbar und verrückt geben sich die Mitglieder. So berichteten sie unter anderem von dem Plan, die Schweiz ‚auszustanzen’ und in die Bahamas zu verlegen, um den frei gewordenen Platz mit flüssiger Schokolade aufzufüllen. Allein dieses Beispiel zeigt, wie schwierig es für Journalisten ist, handfeste und glaubwürdige Informationen über die Band zusammen zu tragen.
Dies geschieht mit Vorsatz, denn im Zentrum ihres Schaffens soll die Musik stehen, nicht ihre Akteure. Rund um das zweite Album „With Love and Squalor“ erreichten We Are Scientists 2006 erstmals eine breite Öffentlichkeit dies- und jenseits des Atlantiks. Mit „The Great Escape“, „It’s a Hit” und „Nobody Move, Nobody Get Hurt” gelangten gleich drei Singles aus dem Album in die englischen Top 40. Fortan gehörte das Trio zu den meistdiskutierten neuen Bands des internationalen Indie-Rock.
Auch das dritte Album „Brain Thrust Mastery“ erwies sich 2008 als großer Erfolg. Auf der Tournee zum Album boten We Are Scientists komödiantische „Selbsterfahrungskurse“ an. Auch im Rahmen der von ihnen produzierten Mini-TV-Serie „Steve Wants His Money“, die auf dem englischen MTV-Kanal ausgestrahlt wurde, bewiesen sie ihr Talent zum absurden Humor. Vor Veröffentlichung ihres vierten Albums „Barbara“ (2010) verließ Drummer Michael Tapper die Band und wurde durch den ehemaligen Razorlight-Schlagzeuger Andy Burrows ersetzt. Mit ihm zusammen entstand das fünfte Werk „TV en Français“, das mit großem Erfolg veröffentlicht wurde. Und auch das kommende, mit dem als „verrücktem Sound-Professor“ bekannten Produzenten Max Hart eingespielte Album „Helter Seltzer“ dürfte den Indie-Rock um ein weiteres so mitreißendes wie kauziges Ausnahmewerk bereichern.

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